Donnerstag, 12. Mai 2016

Der schiefe Bücherturm von Pisa


Ich musste heute feststellen, dass in bereits 3 Wochen das wahrscheinlich größte Abenteuer (Färöer) meines Lebens beginnt. So langsam bekomme ich ein wenig Panik, da

... sich meine vielen Bibliotheksbücher langsam zu einem schiefen Bücherturm von Pisa türmen und ich sie alle noch alle in die Bib zurückbringen muss.
... ich vor der Abreise noch ein paar Blogeinträge verfassen möchte
... mein Zimmer noch nicht besenrein ist
... die Reisetickets noch nicht ausgedruckt sind
... ich die Seminararbeit noch vollenden muss
... ich "Nervennahrung" für unterwegs besorgen muss
... ich vor den Ferien noch einmal alle meine Freunde besuchen möchte
... usw.

Wenn ich mir meine To Do Liste so ansehe, dann habe ich das Gefühl, dass mir die Zeit wie Sand durch die Finger rinnt. Sand gibt es in Finnland übrigens massenhaft. :)





Donnerstag, 5. Mai 2016

Im Schneckentempo nach Dänemark


Wer mich besser kennt, der weiß, dass ich unheimlich gerne im Schneckentempo durch die Weltgeschichte reise. 

Da ich bald von Finnland auf die Färöer reisen werde, um dort die Sommeruniversität zu besuchen, werde ich die Anfahrt nutzen, um mal wieder mit Zug und Fähre durch die Gegend zu brausen.

Ich befinde mich zur Zeit noch in der Planungsphase, jedoch habe ich folgende Reisevariante ins Auge gefasst:
Bahnhof Tammerfors

Meine Reise beginnt genau in einem Monat (in aller Herrgottsfrühe) am Vasa-Bahnhof. Von dort aus fahre ich mit einem Zug nach Abo (fi. Turku). Die reine Fahrzeit beträgt etwa 4h, mit Umstieg in Seinäjoki und Tammerfors (fi. Tampere) etwa 4,5h. Am späten Abend besteige ich dann eine Fähre Richtung Stockholm. Jedoch habe ich vorher 5h Aufenthalt in Abo und daher werde ich die Zeit nutzen, um ein wenig durch die Stadt zu flanieren. Von Stockholm fahre ich weiter mit einem Schnellzug über die Öresundbrücke nach Kopenhagen. 

Ich bin schon gespannt wie ein Flitzbogen wie das dann mit der Grenzkontrolle zwischen Schweden und Dänemark gehandhabt wird, da ich (ob ich will oder nicht) die besagte Öresundbrücke überqueren muss.

Dänemark ist jedoch nicht mein eigentliches Zielland, sondern nur so eine Art Zwischenstopp. Von Kopenhagen fliege ich dann weiter mit dem Flugzeug Richtung Färöer.




Sonntag, 10. April 2016

Sommeruniversität - ein Traum wird wahr!


Erfreuliche Nachrichten aus Finnland! Ich habe ein Stipendium für einen Sommerkurs an einer einer nordischen Universität erhalten!

Ich verrate euch aber erst im Sommer, wo genau ich studieren werde. Bis dahin könnt ihr ja schon mal wild spekulieren. Kleiner Tipp: Der Ort liegt in der Einöde und die Anreise dahin ist ein wenig abenteuerlich!

Im Laufe der nächsten Woche erhalten ich dann mehr Infos über die Höhe des Stipendiums, wo sich meine Unterkunft befindet und welche Unterlagen ich für den Kurs benötige. Soweit ich gehört habe, deckt das Stipendium einen Teil der Flugkosten und der Unterkunft ab.

Nachtrag 1.6.2016

Das Geheimnis ist endlich gelüftet! Ich werde den gesamten Juni auf den Färöer-Inseln studieren. :)

Wohnen werde ich übrigens privat - entweder bei einer Familie oder in einer Ferienunterkunft. Genaueres erfahre ich aber erst bei meiner Ankunft.

Ich hoffe, dass es in meiner Unterkunft einen Internet-Anschluss gibt. Denn ich würde euch gerne an meinem Studium und dem färöischen Alltag teilhaben lassen. Sollte dies nicht der Fall sein, dann folgt etwas später ein ausführlicherer Bericht mit Fotos.







Freitag, 1. April 2016

Meine "Post-Erasmus Depression"


Ja ihr habt richtig gelesen! Ich habe meine "Karriere" in Finnland nicht als Master-, sondern als Erasmus-Student begonnen und das ist noch nicht einmal 2 Jahre her.

Aber alles der Reihe nach..

Am 15. August 2014 setzte ich das erste Mal so richtig einen Fuß nach Finnland. Mein erster Eindruck von Finnland war allerdings nicht gerade positiv. Am liebsten wollte ich sofort wieder kehrt machen, da es an diesem Tag wie aus Kübeln gegossen hat. Der erste "große Schock" war jedoch schnell wieder vergessen, da sich bereits am nächsten Tag das Wetter von seiner besten Seite gezeigt hat. Ich bin daher schon zeitig aus dem Haus gegangen, um einen Morgenspaziergang zu unternehmen. Als ich dann das erste Mal das Meer sah, war es um mich geschehen. So verrückt es vielleicht klingen mag, ich wusste bereits in diesem Moment, dass ich von hier nicht mehr so schnell weg möchte.

Da mir auch die Kurse an meiner Uni sehr gut gefallen haben, habe ich mich schon relativ früh mit dem Gedanken befasst, den Master ganz in Finnland zu absolvieren. Genau das hat allerdings meinen Spaß am Auslandsjahr ein wenig getrübt. Ich konnte die Zeit hier nicht immer so richtig genießen, da ich mir ständig den Kopf darüber zerbrochen habe, ob ich einen Studienplatz bekomme oder nicht. Die fixe Zusage erhielt ich erst im Mai 2015, also kurz vor meiner Heimreise.

Im Nachhinein betrachtet kann ich sagen, dass mich die "berühmte Post-Erasmus Depression" voll erwischt hat. Ich konnte mir auch nicht mehr vorstellen, zu Hause dann einfach so weiter zu machen wie vorher, da ich nicht mehr die gleiche Person wie vorher war. Ich möchte nicht sagen, dass sich meine Persönlichkeit vollkommen verändert hat, jedoch bin reifer und auch selbständiger geworden. Ich hatte auch das Gefühl, dass meine ehemalige Studienstadt Wien zu klein geworden ist. (Bin von einer Metropole in ein Kaff gezogen, haha ;)



Meine zweite Heimat <3








Sonntag, 6. März 2016

Alle Finnen sind Großgrundbesitzer!


Eigentlich sollte ich besser schreiben, dass alle Finnen Großgrundbesitzer sein KÖNNTEN.

An sich hat Finnland ja eine Fläche von 300.000 km². Es wäre also genug Platz für 5,4 Millionen Finnen vorhanden. Das Problem ist nur, dass ca. 75% der Landfläche mit Wald bedeckt ist und einfach mal so den Wald roden ist gesetzlich gesehen nicht möglich. Hinzu kommt noch die Seeplatte mit seinen mehr als 42.000 Seen.

Aber wozu so viel Geld für ein eigenes Grundstück ausgeben, wenn es auch eine günstigere Alternative gibt, nämlich das Jedermannsrecht. Das bedeutet, dass ihr theoretisch an jeder belieben Stelle euer Zelt aufschlagen und dort übernachten könnt (von Nachbars Garten würde ich euch allerdings eher abraten!). Das gleiche Recht gilt übrigens auch in Norwegen und Schweden.


Samstag, 5. März 2016

Zu Fuß nach Finnland - Anreise einmal anders

Wenn ich mit dem Flugzeug unterwegs bin, dann habe ich das Gefühl, dass das Leben in Hochgeschwindigkeit an mir vorbei rauscht. Kennt ihr das auch?

Wäre es nicht aufregender zu Fuß nach Finnland zu gehen? Wir würden viele neue Erfahrungen sammeln und neue Bekanntschaften knüpfen, vielleicht sogar Freunde für das Leben finden. Jedoch müssen wir die Idee schnell wieder über Bord werfen, da wir seit der Einsetzung des Auto-Zeitalters nicht mehr in der Lage sind, so weite Distanzen zu Fuß zu bewältigen.

Ich habe daher noch einen anderen Vorschlag für besinnliches Reisen. Wohnt ihr im deutschsprachigen Raum, dann könnt ihr Finnland mit Zug und Fähre in 2-3 Tagen erreichen. Ich möchte euch eine Variante vorstellen, die ich schon selber gefahren bin:
Göteborg Hafen

Ihr startet am besten in Kiel und nehmt die Fähre (Stenaline) Richtung Göteborg.

Seid ihr in Göteborg angekommen, fährt ihr mit der Straßenbahn 3 oder 9 zum Hauptbahnhof und steigt in einen Zug Richtung Stockholm um. Es lohnt sich auf jeden Fall, das Zugticket etwa 1-2 Monate im Voraus zu kaufen, denn je näher die Abfahrt rückt, desto teurer wird das Ticket. Verfügt ihr über eine schwedische Studenten- oder eine SJ-Vorteilskarte, dann zahlt ihr für die Strecke etwa 20€. Die Zugtickets könnt ihr ganz bequem bei SJ im Onlineshop kaufen.

In Stockholm nehmt ihr dann vom Hauptbahnhof einen Shuttlebus, der euch zum Hafen bringt. Von dort steigt ihr dann eine weitere Fähre um, entweder nach Helsinki oder Turku (Viking Line). 

Ihr könnt natürlich auch euer Auto auf die Fähre mitnehmen und die Strecke Göteborg-Stockholm dann mit eurem Fahrzeug zurücklegen. Ihr kommt aber sicher günstiger davon, wenn ihr sozusagen nur als Fußgänger einschifft.

Dienstag, 16. Februar 2016

Warum ich in Finnland gestrandet bin..


Es war eigentlich nie mein Plan, den Master in Finnland zu absolvieren. Ich wollte ursprünglich nach Norwegen oder Schweden, da ich in meinem Heimatland skandinavische Sprachen studiert habe. Vor dem Master-Studium wollte ich allerdings noch ein Erasmus-Jahr absolvieren, da ich unbedingt meine Sprachkenntnisse verbessern wollte. Ich habe mich daher für Bergen und Umea beworben. Da aber es aber zu viele Bewerber für diese Städte gab, wurde mir dann ein Platz in Vasa zugewiesen.

Es ist dann einfach so gekommen, wie es kommen musste. Ich konnte es mir nicht mehr vorstellen aus Finnland weg zu gehen. Deshalb habe ich dann auch meinen ursprünglichen Plan über den Haufen geworfen und habe mich stattdessen für Vasa entschieden. Bis jetzt habe ich es nicht bereut. :)