Mittwoch, 18. Mai 2016

Immer wieder Mittwochs


Heute hat es fast den ganzen Tag geregnet. Wieder einmal. Aber nach dem Frühstück habe ich mich trotzdem aus dem Haus gewagt, da ich nicht so gerne ein Stubenhocker bin. Wobei ich zugeben muss, dass ich nur bis zum nächsten Kaffeehaus gekommen bin. Dort habe ich ich den ganzen Vormittag verbracht um den neuesten Klatsch und Tratsch mit einer Freundin auszutauschen. Diese weißen Dinger auf dem Schokokuchen (mit Lakritzefüllung!) sind übrigens Marshmallows. Für Nicht-Finnen ist diese Kombination etwas gewöhnungsbedürftig.




Am Nachmittag  habe ich noch einen Abstecher in den City Market (größter Lebensmittelmarkt in Vasa) gemacht und mir ein paar Kosmetikartikel gekauft, die ich für meine Reise benötige. Anschließend bin ich wieder nach Hause gedüst, da der Regen wieder stärker wurde.



Bevor ich ins Bett gehe werde ich noch Skypen und mir etwas gutes kochen. Vielleicht Spinatspätzle. :)

Fortsetzung folgt morgen mit Immer wieder Donnerstags!

Dienstag, 17. Mai 2016

Immer wieder Dienstags


Der heutige Tag ist wortwörtlich ins Wasser gefallen. Ich habe mir heute extra früh den Wecker gestellt, da ich am Vormittag ins Kaufhaus wollte, um mir ein paar neue, wasserfeste Schuhe zu kaufen. Da bei dem Wetter nicht mal meine Katze vor die Tür gehen würde, habe ich einen Teil meiner heutigen Pläne verworfen. Stattdessen habe ich begonnen das Chaos in meinem Zimmer zu beseitigen. Ich hatte in den letzten Wochen viel für die Uni zu erledigen und habe daher alle meine Lernunterlagen auf einen Haufen geworfen. 

Zu Mittag hat es kurz aufgehört zu regen. Ich habe daher das regenfreie Zeitfenster genutzt, um zur Bibliothek zu radeln und die nächste Ladung an Büchern zurück zu bringen. Danach habe ich mich mit ein paar Freunden zum Mittagessen am Campus getroffen. Eigentlich wollte wir anschließend noch ein wenig durch die Stadt flanieren. Jedoch hat es wieder begonnen in Strömen zu regnen und daher sind wir in der Mensa geblieben und haben dort Kaffee getrunken und Zimtschnecken gegessen.


2 Stunden später.. kaum zu glauben, es hat aufgehört zu regnen

Montag, 16. Mai 2016

Immer wieder Montags


Immer wieder Montags, zwischen dem Aufstehen und der morgendlichen Dusche, erstelle ich mir geistig einen Zeitplan für die gesamte Woche und das was mir wichtig erscheint, notiere ich mir in meinen Terminkalender. Heute habe ich den Entschluss gefasst, mal eine Woche lang - jeden Tag über meinen Alltag zu bloggen.

Aufgewacht bin ich heute bereits um 6:30 Uhr, mehr unfreiwillig als freiwillig. Aber je näher die Sonnenwende rückt, desto früher wird es in der Nacht heller. An einen gesunden Schlaf ist dann nicht mehr zu denken. So richtig aus den Federn gekommen bin ich etwa um 6:45. Ich würde nicht behaupten, dass ich ein Morgenmuffel bin, aber ich bleibe immer 15-20 Minuten länger im Bett liegen bevor ich den Tag so richtig starte.

Zum Frühstück gab wie üblich Haferbrei mit Heidelbeeren und meinen heiß geliebten Schwarztee - sehr spektakulär, ich weiß. Nebenbei habe ich Nachrichten gelesen und mir überlegt, was ich die Woche alles so machen könnte. Momentan gibt es aber nicht so viel zu planen, da ich ich seit 2 Wochen unterrichtsfrei habe. Das bedeutet aber nicht, dass ich nichts mehr für die Uni zu hätte. Ich muss noch eine Seminararbeit fertig schreiben. Aber so ein bisschen kann ich doch in den Tag hinein leben. Ist auch mal schön.

Nach dem morgendlichen Wasch-ritual bin dann zur Uni geradelt, um ein paar ausgeliehene Bücher zur Bibliothek zurück zu bringen. Aber leider liegen zu Hause noch immer um die 25 Bücher herum, da nicht so viele Bücher in meinen Rucksack passen. The same procedure as today - morgen bringe ich die nächste Ladung zurück.

Danach habe ich mich mit ein paar Studienkollegen und einem Lehrer auf dem Campus zum Bingo spielen getroffen. Wir haben es auf Dänisch gespielt, um die dänischen Zahlen ein wenig zu üben. War sehr effektiv muss ich sagen, die dänischen Zahlen beherrsche ich jetzt perfekt.

Am späten Nachmittag war ich wieder zu Hause und habe mir sozusagen mein verspätetes Mittagessen zubereitet. Es gab Spinatnudeln mit Tomatensoße und dazu einen Salat - ebenfalls wie mein Frühstück sehr spektakulär. Nebenbei habe ich ein paar Youtube-Videos angeschaut und mich mit Freunden für morgen verabredet. Wir planen ein gemeinsames Mittagessen.

Den Abend lasse ich jetzt noch gemütlich mit einer Tasse Tee ausklingen und dann geht es auch schon bald ins Bett.

Fortsetzung folgt morgen mit Immer wieder Dienstags. Eine gute Nacht wünsche ich euch!

Donnerstag, 12. Mai 2016

Der schiefe Bücherturm von Pisa


Ich musste heute feststellen, dass in bereits 3 Wochen das wahrscheinlich größte Abenteuer (Färöer) meines Lebens beginnt. So langsam bekomme ich ein wenig Panik, da

... sich meine vielen Bibliotheksbücher langsam zu einem schiefen Bücherturm von Pisa türmen und ich sie alle noch alle in die Bib zurückbringen muss.
... ich vor der Abreise noch ein paar Blogeinträge verfassen möchte
... mein Zimmer noch nicht besenrein ist
... die Reisetickets noch nicht ausgedruckt sind
... ich die Seminararbeit noch vollenden muss
... ich "Nervennahrung" für unterwegs besorgen muss
... ich vor den Ferien noch einmal alle meine Freunde besuchen möchte
... usw.

Wenn ich mir meine To Do Liste so ansehe, dann habe ich das Gefühl, dass mir die Zeit wie Sand durch die Finger rinnt. Sand gibt es in Finnland übrigens massenhaft. :)





Donnerstag, 5. Mai 2016

Im Schneckentempo nach Dänemark


Wer mich besser kennt, der weiß, dass ich unheimlich gerne im Schneckentempo durch die Weltgeschichte reise. 

Da ich bald von Finnland auf die Färöer reisen werde, um dort die Sommeruniversität zu besuchen, werde ich die Anfahrt nutzen, um mal wieder mit Zug und Fähre durch die Gegend zu brausen.

Ich befinde mich zur Zeit noch in der Planungsphase, jedoch habe ich folgende Reisevariante ins Auge gefasst:
Bahnhof Tammerfors

Meine Reise beginnt genau in einem Monat (in aller Herrgottsfrühe) am Vasa-Bahnhof. Von dort aus fahre ich mit einem Zug nach Abo (fi. Turku). Die reine Fahrzeit beträgt etwa 4h, mit Umstieg in Seinäjoki und Tammerfors (fi. Tampere) etwa 4,5h. Am späten Abend besteige ich dann eine Fähre Richtung Stockholm. Jedoch habe ich vorher 5h Aufenthalt in Abo und daher werde ich die Zeit nutzen, um ein wenig durch die Stadt zu flanieren. Von Stockholm fahre ich weiter mit einem Schnellzug über die Öresundbrücke nach Kopenhagen. 

Ich bin schon gespannt wie ein Flitzbogen wie das dann mit der Grenzkontrolle zwischen Schweden und Dänemark gehandhabt wird, da ich (ob ich will oder nicht) die besagte Öresundbrücke überqueren muss.

Dänemark ist jedoch nicht mein eigentliches Zielland, sondern nur so eine Art Zwischenstopp. Von Kopenhagen fliege ich dann weiter mit dem Flugzeug Richtung Färöer.




Sonntag, 10. April 2016

Sommeruniversität - ein Traum wird wahr!


Erfreuliche Nachrichten aus Finnland! Ich habe ein Stipendium für einen Sommerkurs an einer einer nordischen Universität erhalten!

Ich verrate euch aber erst im Sommer, wo genau ich studieren werde. Bis dahin könnt ihr ja schon mal wild spekulieren. Kleiner Tipp: Der Ort liegt in der Einöde und die Anreise dahin ist ein wenig abenteuerlich!

Im Laufe der nächsten Woche erhalten ich dann mehr Infos über die Höhe des Stipendiums, wo sich meine Unterkunft befindet und welche Unterlagen ich für den Kurs benötige. Soweit ich gehört habe, deckt das Stipendium einen Teil der Flugkosten und der Unterkunft ab.

Nachtrag 1.6.2016

Das Geheimnis ist endlich gelüftet! Ich werde den gesamten Juni auf den Färöer-Inseln studieren. :)

Wohnen werde ich übrigens privat - entweder bei einer Familie oder in einer Ferienunterkunft. Genaueres erfahre ich aber erst bei meiner Ankunft.

Ich hoffe, dass es in meiner Unterkunft einen Internet-Anschluss gibt. Denn ich würde euch gerne an meinem Studium und dem färöischen Alltag teilhaben lassen. Sollte dies nicht der Fall sein, dann folgt etwas später ein ausführlicherer Bericht mit Fotos.







Freitag, 1. April 2016

Meine "Post-Erasmus Depression"


Ja ihr habt richtig gelesen! Ich habe meine "Karriere" in Finnland nicht als Master-, sondern als Erasmus-Student begonnen und das ist noch nicht einmal 2 Jahre her.

Aber alles der Reihe nach..

Am 15. August 2014 setzte ich das erste Mal so richtig einen Fuß nach Finnland. Mein erster Eindruck von Finnland war allerdings nicht gerade positiv. Am liebsten wollte ich sofort wieder kehrt machen, da es an diesem Tag wie aus Kübeln gegossen hat. Der erste "große Schock" war jedoch schnell wieder vergessen, da sich bereits am nächsten Tag das Wetter von seiner besten Seite gezeigt hat. Ich bin daher schon zeitig aus dem Haus gegangen, um einen Morgenspaziergang zu unternehmen. Als ich dann das erste Mal das Meer sah, war es um mich geschehen. So verrückt es vielleicht klingen mag, ich wusste bereits in diesem Moment, dass ich von hier nicht mehr so schnell weg möchte.

Da mir auch die Kurse an meiner Uni sehr gut gefallen haben, habe ich mich schon relativ früh mit dem Gedanken befasst, den Master ganz in Finnland zu absolvieren. Genau das hat allerdings meinen Spaß am Auslandsjahr ein wenig getrübt. Ich konnte die Zeit hier nicht immer so richtig genießen, da ich mir ständig den Kopf darüber zerbrochen habe, ob ich einen Studienplatz bekomme oder nicht. Die fixe Zusage erhielt ich erst im Mai 2015, also kurz vor meiner Heimreise.

Im Nachhinein betrachtet kann ich sagen, dass mich die "berühmte Post-Erasmus Depression" voll erwischt hat. Ich konnte mir auch nicht mehr vorstellen, zu Hause dann einfach so weiter zu machen wie vorher, da ich nicht mehr die gleiche Person wie vorher war. Ich möchte nicht sagen, dass sich meine Persönlichkeit vollkommen verändert hat, jedoch bin reifer und auch selbständiger geworden. Ich hatte auch das Gefühl, dass meine ehemalige Studienstadt Wien zu klein geworden ist. (Bin von einer Metropole in ein Kaff gezogen, haha ;)



Meine zweite Heimat <3