Sonntag, 10. April 2016
Sommeruniversität - ein Traum wird wahr!
Erfreuliche Nachrichten aus Finnland! Ich habe ein Stipendium für einen Sommerkurs an einer einer nordischen Universität erhalten!
Ich verrate euch aber erst im Sommer, wo genau ich studieren werde. Bis dahin könnt ihr ja schon mal wild spekulieren. Kleiner Tipp: Der Ort liegt in der Einöde und die Anreise dahin ist ein wenig abenteuerlich!
Im Laufe der nächsten Woche erhalten ich dann mehr Infos über die Höhe des Stipendiums, wo sich meine Unterkunft befindet und welche Unterlagen ich für den Kurs benötige. Soweit ich gehört habe, deckt das Stipendium einen Teil der Flugkosten und der Unterkunft ab.
Nachtrag 1.6.2016
Das Geheimnis ist endlich gelüftet! Ich werde den gesamten Juni auf den Färöer-Inseln studieren. :)
Wohnen werde ich übrigens privat - entweder bei einer Familie oder in einer Ferienunterkunft. Genaueres erfahre ich aber erst bei meiner Ankunft.
Ich hoffe, dass es in meiner Unterkunft einen Internet-Anschluss gibt. Denn ich würde euch gerne an meinem Studium und dem färöischen Alltag teilhaben lassen. Sollte dies nicht der Fall sein, dann folgt etwas später ein ausführlicherer Bericht mit Fotos.
Freitag, 1. April 2016
Meine "Post-Erasmus Depression"
Ja ihr habt richtig gelesen! Ich habe meine "Karriere" in Finnland nicht als Master-, sondern als Erasmus-Student begonnen und das ist noch nicht einmal 2 Jahre her.
Aber alles der Reihe nach..
Am 15. August 2014 setzte ich das erste Mal so richtig einen Fuß nach Finnland. Mein erster Eindruck von Finnland war allerdings nicht gerade positiv. Am liebsten wollte ich sofort wieder kehrt machen, da es an diesem Tag wie aus Kübeln gegossen hat. Der erste "große Schock" war jedoch schnell wieder vergessen, da sich bereits am nächsten Tag das Wetter von seiner besten Seite gezeigt hat. Ich bin daher schon zeitig aus dem Haus gegangen, um einen Morgenspaziergang zu unternehmen. Als ich dann das erste Mal das Meer sah, war es um mich geschehen. So verrückt es vielleicht klingen mag, ich wusste bereits in diesem Moment, dass ich von hier nicht mehr so schnell weg möchte.
Da mir auch die Kurse an meiner Uni sehr gut gefallen haben, habe ich mich schon relativ früh mit dem Gedanken befasst, den Master ganz in Finnland zu absolvieren. Genau das hat allerdings meinen Spaß am Auslandsjahr ein wenig getrübt. Ich konnte die Zeit hier nicht immer so richtig genießen, da ich mir ständig den Kopf darüber zerbrochen habe, ob ich einen Studienplatz bekomme oder nicht. Die fixe Zusage erhielt ich erst im Mai 2015, also kurz vor meiner Heimreise.
Im Nachhinein betrachtet kann ich sagen, dass mich die "berühmte Post-Erasmus Depression" voll erwischt hat. Ich konnte mir auch nicht mehr vorstellen, zu Hause dann einfach so weiter zu machen wie vorher, da ich nicht mehr die gleiche Person wie vorher war. Ich möchte nicht sagen, dass sich meine Persönlichkeit vollkommen verändert hat, jedoch bin reifer und auch selbständiger geworden. Ich hatte auch das Gefühl, dass meine ehemalige Studienstadt Wien zu klein geworden ist. (Bin von einer Metropole in ein Kaff gezogen, haha ;)
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| Meine zweite Heimat <3 |
Sonntag, 6. März 2016
Alle Finnen sind Großgrundbesitzer!
Eigentlich sollte ich besser schreiben, dass alle Finnen Großgrundbesitzer sein KÖNNTEN.
An sich hat Finnland ja eine Fläche von 300.000 km². Es wäre also genug Platz für 5,4 Millionen Finnen vorhanden. Das Problem ist nur, dass ca. 75% der Landfläche mit Wald bedeckt ist und einfach mal so den Wald roden ist gesetzlich gesehen nicht möglich. Hinzu kommt noch die Seeplatte mit seinen mehr als 42.000 Seen.
Aber wozu so viel Geld für ein eigenes Grundstück ausgeben, wenn es auch eine günstigere Alternative gibt, nämlich das Jedermannsrecht. Das bedeutet, dass ihr theoretisch an jeder belieben Stelle euer Zelt aufschlagen und dort übernachten könnt (von Nachbars Garten würde ich euch allerdings eher abraten!). Das gleiche Recht gilt übrigens auch in Norwegen und Schweden.
Samstag, 5. März 2016
Zu Fuß nach Finnland - Anreise einmal anders
Wenn ich mit dem Flugzeug unterwegs bin, dann habe ich das Gefühl, dass das Leben in Hochgeschwindigkeit an mir vorbei rauscht. Kennt ihr das auch?
Wäre es nicht aufregender zu Fuß nach Finnland zu gehen? Wir würden viele neue Erfahrungen sammeln und neue Bekanntschaften knüpfen, vielleicht sogar Freunde für das Leben finden. Jedoch müssen wir die Idee schnell wieder über Bord werfen, da wir seit der Einsetzung des Auto-Zeitalters nicht mehr in der Lage sind, so weite Distanzen zu Fuß zu bewältigen.
Ich habe daher noch einen anderen Vorschlag für besinnliches Reisen. Wohnt ihr im deutschsprachigen Raum, dann könnt ihr Finnland mit Zug und Fähre in 2-3 Tagen erreichen. Ich möchte euch eine Variante vorstellen, die ich schon selber gefahren bin:
Ihr startet am besten in Kiel und nehmt die Fähre (Stenaline) Richtung Göteborg.
Seid ihr in Göteborg angekommen, fährt ihr mit der Straßenbahn 3 oder 9 zum Hauptbahnhof und steigt in einen Zug Richtung Stockholm um. Es lohnt sich auf jeden Fall, das Zugticket etwa 1-2 Monate im Voraus zu kaufen, denn je näher die Abfahrt rückt, desto teurer wird das Ticket. Verfügt ihr über eine schwedische Studenten- oder eine SJ-Vorteilskarte, dann zahlt ihr für die Strecke etwa 20€. Die Zugtickets könnt ihr ganz bequem bei SJ im Onlineshop kaufen.
In Stockholm nehmt ihr dann vom Hauptbahnhof einen Shuttlebus, der euch zum Hafen bringt. Von dort steigt ihr dann eine weitere Fähre um, entweder nach Helsinki oder Turku (Viking Line).
Ihr könnt natürlich auch euer Auto auf die Fähre mitnehmen und die Strecke Göteborg-Stockholm dann mit eurem Fahrzeug zurücklegen. Ihr kommt aber sicher günstiger davon, wenn ihr sozusagen nur als Fußgänger einschifft.
Wäre es nicht aufregender zu Fuß nach Finnland zu gehen? Wir würden viele neue Erfahrungen sammeln und neue Bekanntschaften knüpfen, vielleicht sogar Freunde für das Leben finden. Jedoch müssen wir die Idee schnell wieder über Bord werfen, da wir seit der Einsetzung des Auto-Zeitalters nicht mehr in der Lage sind, so weite Distanzen zu Fuß zu bewältigen.
Ich habe daher noch einen anderen Vorschlag für besinnliches Reisen. Wohnt ihr im deutschsprachigen Raum, dann könnt ihr Finnland mit Zug und Fähre in 2-3 Tagen erreichen. Ich möchte euch eine Variante vorstellen, die ich schon selber gefahren bin:
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| Göteborg Hafen |
Ihr startet am besten in Kiel und nehmt die Fähre (Stenaline) Richtung Göteborg.
Seid ihr in Göteborg angekommen, fährt ihr mit der Straßenbahn 3 oder 9 zum Hauptbahnhof und steigt in einen Zug Richtung Stockholm um. Es lohnt sich auf jeden Fall, das Zugticket etwa 1-2 Monate im Voraus zu kaufen, denn je näher die Abfahrt rückt, desto teurer wird das Ticket. Verfügt ihr über eine schwedische Studenten- oder eine SJ-Vorteilskarte, dann zahlt ihr für die Strecke etwa 20€. Die Zugtickets könnt ihr ganz bequem bei SJ im Onlineshop kaufen.
In Stockholm nehmt ihr dann vom Hauptbahnhof einen Shuttlebus, der euch zum Hafen bringt. Von dort steigt ihr dann eine weitere Fähre um, entweder nach Helsinki oder Turku (Viking Line).
Ihr könnt natürlich auch euer Auto auf die Fähre mitnehmen und die Strecke Göteborg-Stockholm dann mit eurem Fahrzeug zurücklegen. Ihr kommt aber sicher günstiger davon, wenn ihr sozusagen nur als Fußgänger einschifft.
Dienstag, 16. Februar 2016
Warum ich in Finnland gestrandet bin..
Es war eigentlich nie mein Plan, den Master in Finnland zu absolvieren. Ich wollte ursprünglich nach Norwegen oder Schweden, da ich in meinem Heimatland skandinavische Sprachen studiert habe. Vor dem Master-Studium wollte ich allerdings noch ein Erasmus-Jahr absolvieren, da ich unbedingt meine Sprachkenntnisse verbessern wollte. Ich habe mich daher für Bergen und Umea beworben. Da aber es aber zu viele Bewerber für diese Städte gab, wurde mir dann ein Platz in Vasa zugewiesen.
Es ist dann einfach so gekommen, wie es kommen musste. Ich konnte es mir nicht mehr vorstellen aus Finnland weg zu gehen. Deshalb habe ich dann auch meinen ursprünglichen Plan über den Haufen geworfen und habe mich stattdessen für Vasa entschieden. Bis jetzt habe ich es nicht bereut. :)
Montag, 18. Januar 2016
Winterschuhe mit Allradantrieb..
.. könnte ich jetzt wirklich gut gebrauchen, da ich in der Winterzeit meistens zu Fuß unterwegs bin - und das im Schneckentempo.
In Finnland herrscht nämlich so gut wie auf allen Gehsteigen und Straßen (ausgenommen Autobahnen) Streuverbot, da das Salz negative Auswirkungen auf die Umwelt hat.
Solange Schnee am Boden liegt, kommt man halbwegs ohne Probleme vorwärts. Problematisch wird es nur, wenn es zu regnen anfängt, da sich dann der Gehsteig in eine Eislaufbahn verwandelt. Ich habe mir deshalb Winterschuhe mit Spikes zugelegt. Ja, solche Schuhe gibt es wirklich!!!
Mittwoch, 13. Januar 2016
Der schwedische Buchklub - Kursbeschreibung
Vielleicht habt ihr euch ja schon einmal gefragt, wie mein Studienalltag auf der finnischen Uni so aussieht?
Ich möchte euch daher den Kurs "Der schwedische Buchklub", den ich zur Zeit absolviere, näher vorstellen.
Arbeitsaufwand: 3 ECTS
Unterrichtssprache: Schwedisch
Gruppengröße: 9 Studenten
Heute hatte ich endlich die erste Einheit.
In Finnland beginnt man nicht sofort mit dem Unterricht, sondern es ist generell üblich, dass sich alle Studenten und auch der Lehrer erst mal vorstellen - wie man heißt, woher man kommt und welches Fach man studiert. Ich finde das immer sehr schön, da auf diese Art und Weise das Eis schneller gebrochen wird. Die Finnen sind oft sehr zurückhaltend.
Danach wurde das Organisatorische besprochen. Ich konnte mir einen schwedischen Roman aussuchen, den ich gerne lesen und in einer Präsentation vorstellen möchte. Außerdem habe ich heute auch schon meinen Termin für das Referat bekommen.
Zum Schluss konnten wir noch erzählen, welche Romane uns bisher am meisten beeindruckt haben, welcher Bücher wir als Kind gelesen haben und ob wir Bücher auch in anderen Sprachen lesen.
Die nächste Einheit findet Ende Februar statt. Bis dahin haben wir keinen Unterricht, da wir den Roman lesen und das Referat vorbereiten müssen.



